Herzlich willkommen...


Offene Probe immer freitags

Es muss beständig weiter geprobt werden, auch wenn keine Auftritte sind... - Lust dabei zu sein und ein bisschen Probenluft zu schnuppern?


Niemand hört auf Künstler zu sein,

nur weil die Umstände oder die Zeiten schwierig sind – 

ganz im Gegenteil!  

 

Zu allen Zeiten, in allen Gesellschaftsformen, unter allen Arten von politischen Regimen, haben Künstler ihre Arbeit gemacht! 

 

Ihre Arbeit ist die Auseinandersetzung und Reflexion mit Politik Gesellschaft und Umwelt sowie mit spirituellen und archetypischen Lebensfragen.  Dieser Prozess hört nicht dadurch auf, dass künstlerische Produkte (auf Konzerten, Ausstellungen, Lesungen) weniger gut absetzbar sind!

 

Der Handwerker, das Restaurant, der Einzelhandel bleiben geschlossen, wenn der Umsatz nicht stimmt, d.h. Produkte und Dienstleistungen keinen Absatz finden.

 

Die Arbeit des Künstlers aber geht, trotz Absage von Veranstaltungen, wie Ausstellungen, Konzerten und Lesungen weiter, denn ihr Antrieb ist nicht primär Wirtschaftlichkeit. Müsste sie darauf ausgerichtet sein, wäre der freie Schöpfungsprozess im Kern bereits korrumpiert.

 

Der zweite Teil der Arbeit eines Künstlers ist das Instandhalten seines Handwerkszeugs, denn von seiner Virtuosität ist der Flow seines künstlerischen Ausdrucks abhängig. Dies bedeutet üben, üben, üben, auch wenn keine Veranstaltung in Sicht ist.

 

Deswegen brauchen Künstler einen besonderen sozialen Schutz und unabhängige wirtschaftliche Förderung, damit sie solche Zeiten überstehen. Ohne diesen Schutz verarmt das Künstlertum und damit die Kultur eines Landes.

 

Als Gesanglehrerin bin ich Dienstleisterin und orientiere mich am Markt. Wenn mein Angebot nicht angenommen wird, dann muss ich mein Angebot verändern oder eine andere Verdienstmöglichkeit finden.

 

Aber als Sängerin bin ich Künstlerin, und werde es immer bleiben.

Meine Kunst fließt in meine Unterrichte ein, die nicht nur aus der Vermittlung der Technik des Singens bestehen, sondern u.a. darin, Kultur und Kulturgeschichte weiterzugeben.

 

Stirbt der Unterricht, weil ich nicht unterrichten darf und wirtschaftlich nicht am Leben gehalten werde, stirbt ein Kanal der Vermittlung von Kultur- ein weiterer, neben den Schulen.